
Krisenberater und Konfliktbegleiter · Eingetragener Mediator (BMJ)
BA
Soziologischer Überblick und phänomenologische Einfühlung – Orientierung in Krise, Konflikt und existenzieller Verunsicherung.
Haltung & Arbeitsweise
Meine Arbeitsweise ist systemisch, regelgeleitet und in einem bewussten Sinn radikal. Radikal heißt für mich, sich dem Kern einer Krise oder eines Konflikts nicht an der Oberfläche zu nähern, sondern Schritt für Schritt auf unterschiedlichen Pfaden dorthin vorzudringen, wo das Eigentliche zu spüren beginnt. Mich interessiert nicht die schnelle Beruhigung, sondern das, was trägt, wenn Routinen, Erklärungen und Selbstbilder nicht mehr ausreichen.
Subversiv ist mein Zugang dort, wo er Masken, Fassaden, Schalen und gemeinsame Inszenierungen nicht stabilisiert, sondern befragbar macht. Ich unterstütze Menschen dabei, vertraute Denk- und Wahrnehmungsmuster zu verlassen, um dem Anderen, Fremden oder Feindlichen tatsächlich zu begegnen. Dazu gehören Perspektivwechsel, durchdachte Überraschungen und auch Leerstellen, die nicht sofort gefüllt werden. Nicht alles, was wesentlich ist, lässt sich unmittelbar sagen; manches muss erst erfahrbar werden.
Stimmungen, Gefühle und Emotionen verstehe ich dabei nicht als Störung, sondern als Ressourcen. In ihnen zeigen sich oft jene Bewegungen, aus denen Orientierung, Selbstbestimmung und Beziehungsfähigkeit neu entstehen können. Mein Anliegen ist es, mit Menschen so zu arbeiten, dass sie nicht nur etwas über ihren Konflikt verstehen, sondern sich in ein freieres Verhältnis zu sich selbst, zu ihrem Gegenüber und zum Möglichen setzen können.
Kontext & Erfahrung
Ich kenne die Randgebiete und Schieflagen der Lebenswelt aus eigener Erfahrung und aus meinem beruflichen Umfeld, insbesondere im Kontext der katholischen Kirche. Vertraut sind mir Niederlage und Neuanfang, die Verstrickungen der Seele und die Anfälligkeit der Psyche ebenso wie jene tabuisierten Grenzregionen unseres Daseins, die gesellschaftlich oft übergangen oder moralisch zu schnell eingeordnet werden.
Diesen Grenzregionen widme ich mich existenziell, soziologisch fundiert und mit dem dafür nötigen Humor. Ich arbeite mit Menschen, die sich zwischen Erwartungen, Rollenbildern und inneren Bedürfnissen aufreiben – im privaten Umfeld ebenso wie in gesellschaftlich oder beruflich exponierten Positionen. Ich begleite Einzelpersonen, Paare und Familien.
Themen, die dabei immer wieder auftauchen, sind Krankheit und Tod, Trennung, Schuld, Sucht, Geld, Sinn, Lüge und Doppelleben, Hass, Feindschaft, Identität – und auch die Gottesfrage. Mich interessiert dabei nicht das Spektakuläre, sondern die Stelle, an der ein Mensch in seinem Selbstverständnis erschüttert wird und ein neues Verhältnis zu Wirklichkeit erst tastend entstehen muss.
Arbeit im Kollegium
Das Ad_Monter Kollegium Mediation (A_MKM) ist für mich Labor und Werkstatt zugleich. Es ist ein Raum, in dem wir voneinander profitieren, uns aneinander schärfen und uns – verankert im Ad_Monter Meta Modell – in einer Weise weiterentwickeln können, die theoretische Tiefe mit praktischer Wirksamkeit verbindet.
Ich schätze am Kollegium, dass es nicht bloß Austausch organisiert, sondern einen spezifischen Modus des gemeinsamen Arbeitens ermöglicht: ergebnisoffen, reflektiert und resonanzfähig. Gerade darin entsteht für mich jene professionelle Dichte, aus der Beziehung, Erfahrung und konstruktives Einwirken in die jeweilige Umwelt überhaupt erst möglich werden – beruflich wie privat.
Schwerpunkte
Meine Arbeitsschwerpunkte liegen in der Begleitung von Krisen, Konflikten und existenziellen Übergangssituationen – insbesondere dort, wo Rollenbilder, innere Spannungen, biografische Brüche und gesellschaftliche Erwartungen in ein schwieriges Verhältnis zueinander geraten.
Beratungsformate
Ich arbeite in den Formaten Krisenberatung, Konfliktbegleitung und Mediation.
Kontakt
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