Jochen-Maximilian Hofer

Jochen-Maximilian Hofer

Krisenberater und Konfliktbegleiter · Eingetragener Mediator (BMJ)

BA

Soziologischer Überblick und phänomenologische Einfühlung – Orientierung in Krise, Konflikt und existenzieller Verunsicherung.

Haltung & Arbeitsweise

Ich begleite Menschen in Krisen und Konflikten mit einem Zugang, der systemisch, regelgeleitet und in einem bestimmten Sinn auch radikal ist. Radikal heißt für mich, dem Kern einer Krise oder eines Konflikts nicht auszuweichen, sondern sich ihm schrittweise und auf unterschiedlichen Wegen anzunähern. Es geht darum, das Grundsätzliche sichtbar werden zu lassen – auch dort, wo es sich nicht sofort in klare Begriffe fassen lässt.

Meine Arbeitsweise ist zugleich subversiv, insofern sie eingespielte Selbstbilder, Routinen, Fassaden und gemeinsame Inszenierungen nicht einfach hinnimmt. Durch gezielte Anfrage, ungewöhnliche Perspektivwechsel und bewusst gesetzte Leerstellen unterstütze ich Menschen dabei, gewohnte Denk- und Deutungsmuster zu verlassen und dem Anderen, Fremden oder Feindlichen anders zu begegnen als bisher.

Dabei arbeite ich mit dem, was in solchen Prozessen spürbar wird: mit Stimmungen, Gefühlen und Emotionen, verstanden als wesentliche Ressourcen für Orientierung, Selbstbestimmung und Beziehungsfähigkeit. Mein Anliegen ist es, nicht vorschnell zu erklären, sondern gemeinsam tiefer zu verstehen – damit neue Freiheit im Verhältnis zu sich selbst, zum Gegenüber und zum Möglichen entstehen kann.

Kontext & Erfahrung

Ich kenne Randgebiete, Bruchzonen und Schieflagen der Lebenswelt aus eigener Erfahrung ebenso wie aus meinem beruflichen Umfeld, insbesondere im Kontext der katholischen Kirche. Vertraut sind mir Erfahrungen von Niederlage und Neuanfang, die Vertracktheit der Seele und die Anfälligkeit der Psyche ebenso wie jene tabuisierten Grenzregionen unseres zivilisatorischen Daseins, die im öffentlichen Sprechen oft ausgeblendet bleiben.

Diesen existenziellen Zonen widme ich mich mit soziologischem Blick, phänomenologischer Einfühlung und dem dafür notwendigen Humor in all seinen Facetten. Unterstützung erhalten bei mir Menschen, die sich zwischen Erwartungen, Rollenbildern und inneren Bedürfnissen aufreiben – im privaten Umfeld ebenso wie in exponierten gesellschaftlichen oder beruflichen Positionen. Ich arbeite mit Einzelpersonen, Paaren und Familien.

Themen, die in meiner Arbeit immer wieder auftauchen, sind Krankheit und Tod, Trennung, Schuld, Sucht, Geld, Sinn, Lüge und Doppelleben, Gott und Gottesfrage, Hass, Feindschaft und Identität. Mich interessiert dabei nicht die schnelle Einordnung, sondern die sorgfältige Begleitung an den Stellen, an denen das Leben unübersichtlich, widersprüchlich oder schmerzhaft wird.

Arbeit im Kollegium

Das Ad_Monter Kollegium Mediation (A_MKM) verstehe ich als Labor und Werkstatt wechselseitiger Entwicklung. Es ist für mich ein Raum, in dem wir voneinander fachlich, menschlich und methodisch profitieren können – orientiert am Ad_Monter Meta Modell als theoretischem Untergrund und als spezifischem Modus des Arbeitens.

Die Verankerung in einer gemeinsamen Prozesslogik ermöglicht es, sich ergebnisoffen weiterzuentwickeln und Beziehung wie Erfahrung in einer Weise zu vertiefen, die über den einzelnen Fall hinausreicht. Gerade darin liegt für mich die besondere Qualität des Kollegiums: dass aus Reflexion, Unterschiedlichkeit und Resonanz eine Form professioneller Praxis entsteht, die konstruktiv in berufliche und private Umwelten hineinwirken kann.

Schwerpunkte

Meine Arbeitsschwerpunkte liegen in der Begleitung von Krisen- und Konfliktsituationen in existenziellen, biografischen und beziehungsbezogenen Kontexten – insbesondere dort, wo Rollenbilder, innere Spannungen und gesellschaftliche Erwartungen in ein schwieriges Verhältnis zueinander geraten.

Beratungsformate

Ich arbeite in den Formaten Krisenberatung, Konfliktbegleitung und Mediation.